WWE verkauft Network-Inhalt, Indien-Special am Dienstag

Der PW-Newsletter - Montag, 25. Januar 2021 - #10

Hallo, liebe Leser!

Zugegeben - über unsere Newsletter-Liste kam zuletzt wenig Post. Das soll sich in Zukunft aber wieder ändern. Und warum nicht gerade jetzt, wo mit dem WWE Royal Rumble einer der größten Pay-Per-Views des Jahres bevorsteht!?

Die Woche startet allerdings mit einer geschäftlichen Entwicklung von WWE in den USA, die nachhaltig eine Veränderung bringen wird.

Sicher ist: WWE-Chef Vince McMahon läuft angesichts des nächsten finanziellen Mega-Deals heute so durch sein Büro:


WWE Network endet in den USA als eigenständiges Angebot

Bald sieben Jahre nach Einführung des WWE Network steht für das Angebot in den USA eine massive Änderung ins Haus.

WWE Network kann in Zukunft nicht mehr eigenständig in den USA abonniert werden. Stattdessen wird das Angebot Teil des Streaming-Angebots „Peacock“ von NBCUniversal.

Variety berichtet am Montag über eine mehrjährige Vereinbarung zwischen WWE und NBCU: Das WWE Network wird in das Bezahlangebot „Peacock Premium“ integriert und kann dann nicht mehr separat über WWE gebucht werden. Die bisherigen Abonnenten in den USA (rund 1,1 Millionen) werden auf die „Peacock“-Plattform migriert.

Die Änderung tritt am 18. März 2021 in Kraft, dann wird neben dem On-Demand-Programm auch ein linearer WWE-Kanal auf Peacock gestartet. Wie in der Vergangenheit werden alle Pay-Per-View-Events wie WrestleMania weiterhin als Teil des WWE Network angeboten.

FANS ZAHLEN MIT WERBUNG WENIGER

Tatsächlich zahlen US-Fans in Zukunft weniger – wenn sie Werbung aushalten wollen: Peacock Premium kostet in den USA nur 4,99 US-Dollar – allerdings mit Werbeeinblendungen. Das Angebot ohne Werbung kostet 9,99 US-Dollar. Also ein identischer Preis mit dem bisherigen WWE Network, zusätzlich sind darin allerdings auch sämtliche weitere Peacock-Programme enthalten – ein weiterer Vorteil für alle Zuschauer.

Über die Finanzen hinter dem Deal sind keine Angaben gemacht worden, WWE wird den Content wahrscheinlich zu einem Festpreis verkauft haben. „Wir haben ein großartiges Gefühl, was den finanziellen Aspekt angeht. Ansonsten hätten wir diesen Deal nicht gemacht“, wird Nick Khan (der im Vorjahr neu bei WWE gestartete Chief Revenue Officer) im „Variety“-Artikel zitiert.

Sports Business Daily spricht von einer Vereinbarung über fünf Jahre, die WWE insgesamt mehr als eine Milliarde US-Dollar einbringen soll.

Bei NBCU erhofft man sich derweil, über Peacock ein deutlich größeres Publikum erreichen zu können als es WWE mit dem eigenständigen Angebot gelungen ist.

Für Fans außerhalb der USA, wie eben auch bei uns in Deutschland, ändert sich nichts: WWE Network kann weiterhin über WWE.com und die dazugehörigen Apps abonniert und gestreamt werden.

In der Vergangenheit ist WWE bereits ähnliche Partnerschaften in Kanada und zuletzt in Indien eingegangen, wo das WWE Network über Partner vertrieben wird.

Die neue Vereinbarung festigt die langjährige Zusammenarbeit von WWE und NBC Universal, die bis 2024 die Rechte an „Monday Night Raw“ halten. Raw wird in Zukunft gewiss verstärkt als Werbefläche für das Peacock-Bezahlangebot herhalten.


WWE bringt „Superstar Spectacle“ auch für deutsche Fans

Am Dienstag bringt WWE einen Special-Event für die Fans in Indien. Doch auch in Deutschland gibt es „Superstar Spectacle“ zu sehen.

Erinnert ihr euch noch an den Sommer 2017? Das war das Jahr mit der langen Regentschaft von Jinder Mahal als WWE-Champion. WWE wollte damals mit Jinder als Titelträger in Indien auf sich aufmerksam machen.

In Indien ist Wrestling seit langem eine angesagte Sache. Im Vorjahr hat WWE dort einen lukrativen TV-Vertrag mit Sony verlängern und ausbauen können.

Im Rahmen der Partnerschaft mit den Sony-Sendern wird WWE in Zukunft lokalen Content für Indien produzieren, demnächst soll ein NXT-Ableger an den Start gehen. Den Auftakt machte ein Special namens „Superstar Spectacle“, das am vergangenen Freitag im ThunderDome aufgenommen und am Dienstag, 26. Januar im indischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

ALS NACHMITTAGSPROGRAMM FÜR FANS IN DEUTSCHLAND

Auch die Fans in Deutschland können „Superstar Spectacle“ sehen, am morgigen Dienstag zur ungewöhnlichen Startzeit um 15:30 Uhr auf dem WWE Network (hinterher natürlich auch On-Demand verfügbar).

Zu sehen sind einige der bekanntesten Stars aus Raw und SmackDown, darunter Charlotte Flair, AJ Styles, Bayley, Shinsuke Nakamura und WWE-Champion Drew McIntyre, der damit bereits aus seiner zweiwöchigen COVID-bedingten Pause zurückkehrt.

VIELE NEUE INDISCHE STARS SIND MIT DABEI

Ebenfalls zurückerwartet aus einer mehrmonatigen Verletzungspause wird der bereits erwähnte Ex-WWE-Champion Jinder Mahal. Darüber hinaus wird „Superstar Spectacle“ viele neue indische Talente featuren. Neben den bekannten Bollywood Boyz (Samir und Sunil Singh) sind das:

  • Das erste indische WWE Tag Team Indus Sher (Rinku und Saurav)

  • NXT-Star Jeet Rama

  • Kavita Devi (die Inderin haben wir zum Beispiel bereits im ersten Mae Young Classic gesehen)

  • Der in Indien geborene Highflyer Guru Raaj

  • Giant Zanjeer und Dilsher Shanky, beide trainiert vom früheren World Heavyweight Champion Great Khali und ähnlich wie ihr Trainer laut WWE-Angaben jeweils über 2,10 Meter groß

In diesem Video hat WWE die indischen Superstars vorgestellt:


Undertaker kritisiert WWE: „Das Produkt ist zu soft!“

Im November beendete der Undertaker seine Wrestling-Karriere offiziell, genau 30 Jahre nach seinem ersten Auftritt. Jetzt hat sich der Deadman ganz offen zur WWE von heute geäußert: Mark Calaway findet die Shows nicht mehr hart genug.

Der Undertaker hat drei Jahrzehnte seine Fans begeistert. Doch Mark Calaway, der Mann hinter dem legendären Gimmick, schwieg ebenso lange. Bis jetzt: Calaway hat, nur wenige Wochen nach seinem Abschieds-Auftritt bei der Survivor Series, im Spotify-Podcast von Joe Rogan („The Joe Rogan Experience“) auf das aktuelle WWE-Produkt verhalten reagiert.

Auf Rogans Frage, ob er denn selbst noch WWE schauen würde, gab der Taker zu: „Ich versuche es. Aber es derzeit schwierig für mich. Das Produkt hat sich so stark verändert und es ist irgendwie weich geworden.“

„DEM PRODUKT FEHLT DIE SUBSTANZ“

Und weiter: „Wahrscheinlich werde ich viele Leute damit verärgern, aber sie müssen es hören. Für die Jungen bin ich der verbitterte alte Kerl. Aber ich bin nicht verbittert. Ich habe meine Zeit gehabt und bin gegangen, als ich gehen wollte.

Es gibt hier und da Leute, die kantig wirken. Aber vieles wirkt zu geschönt und es fehlt an Substanz.“

„DIE JUNGEN MUSSTEN ES PLÖTZLICH VON ANDEREN JUNGEN LERNEN“

Der 55-jährige meinte zudem, die heutige Generation habe nicht in dem Maße von erfahrenen alten Hasen lernen können, wie er es noch kannte: „Wir alle aus der vorherigen Generation wurden gleichzeitig alt. Es gab nicht mehr genug Jungs, die mit den jüngeren Leuten arbeiten konnten.“

Stattdessen hätten die jungen Leute dann selbst das Wrestling mit anderen jungen Leuten erlernt, statt das Wissen direkt von denen zu erhalten, die vor ihnen im Ring standen. Das habe das Produkt verändert.

Der Undertaker sieht aber Hoffnung, vor allem dank des Performance Centers: „Triple H versucht, einen Teil der Zahnpasta zurück in die Tube zu bekommen. Er will einen Schritt zurück machen, um sich dann weiterzuentwickeln. Damit das Produkt wieder mehr Ecken und Kanten erhält.“

Die komplette Ausgabe der Joe Rogan Experience gibt es hier auf Spotify:


GLÜCKWÜNSCHE …

… gehen heute raus an den Honky Tonk Man! Der längste amtierende Intercontinental Champion (454 Tage zwischen 1987 und 1988) wird heute 68 Jahre alt!

Und dann hat sich die liebe Becky Lynch mitsamt ihres Nachwuchs am Wochenende in den sozialen Medien gezeigt. Gut schaut sie aus, auch wenn die 33-jährige nicht gerade den Eindruck macht, alsbald wieder bei WWE auftreten zu wollen. Hauptsache dem Baby geht’s gut!

A post shared by The Man (@beckylynchwwe)

Abschließend verweisen wir auch noch kurz auf unsere nächste Print-Ausgabe, die an diesem Freitag erscheint und bereits hier erhältlich ist:

Bis zum nächsten Mal!

CB